Gynäkomastie Pubertät

Die Pubertät bei Jungen beginnt etwa im Alter von 14 bis 15 Jahren und erreicht mit 17 oder 18 Jahren ihren Höhepunkt. Sie ist mit dem Ende des Längenwachstums mit 20 bis 21 Jahren abgeschlossen.
Im Jugendalter ist bei Knaben öfter die Pubertätsgynäkomastie zu finden. Sie betrifft fast jeden zweiten Jungen und Erfahrungsberichte zufolge findet eine Rückbildung oft von alleine statt. Um die Krankheit genau zu erkennen, wird der Hausarzt aufgrund seiner Erfahrung feststellen, ob es sich wirklich um eine Gynäkomastie handelt oder vielleicht nur um Übergewicht. Die Heilung erfolgt bei ersterem durch Abwarten und beim zweiten durch eine entsprechende Diät.
Zur Feststellung einer Pubertätsgynäkomastie ist ein wichtiger Parameter die unauffällige Pubertätsentwicklung, eine Hodenuntersuchung ist obligat. Bei der palpatorischen Untersuchung kann der Hausarzt am Brustansatz von Jungen oder Kindern die Krankheit diagnostizieren und andere ausschließen. Steht die Diagnose fest, ist außer der stetigen Kontrolle keine weitere Abklärung notwendig, allerdings muss die große psychische Belastung für die Pubertierenden berücksichtigt werden. Was kann man tun, um einem Kind zu helfen, wenn sich die Merkmale seines Brustansatzes nicht auf medikamentösen Weg entfernen lassen oder das Kaschieren nicht mehr möglich ist? Beim Schulsport nach dem Duschen wird ihm die Aussage, dass nach der Pubertät alles vorbei sei, wenig helfen. Es nervt einen Teenager einfach, wenn sich seine Brüste vergrößern oder wenn er Pickel bekommt, zumal sich Jungs in dem Alter oft an überperfekt aussehenden Stars orientieren. Der Hausarzt und vielleicht auch ein Hautarzt können aufgrund ihrer Erfahrungen vielleicht helfen, wenn nicht, muss natürlich eine Psychologe hinzugezogen werden, um den erheblichen Leidensdruck zu mildern.
Der Brustansatz bei Männern kann oft erblich bedingt sein, der bei Jungen muss keine Erbkrankheit zugrunde liegen, es kann sich um die durch die Pubertät bedingte Gynäkomastie handeln und es wird erst einmal abgewartet. Bei Männern bestehen gute Heilungschancen: Bei einer durch Übergewicht begründeten Gynäkomastie durch eine entsprechende Diät mit Gewichtsreduktion und bei einer echten Gynäkomastie durch einen operativen Eingriff, bei dem das Drüsengewebe entfernt oder verringert wird.