Gynäkomastie Krankenkasse

Zahlt eine solche Operation die Krankenkasse? Das ist wohl eine der ersten Fragen, die gestellt wird, wenn eine OP in Betracht kommt. Die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung oder durch die private Krankenkasse ist abhängig von der Art der Gynäkomastie.

Die Kosten werden gewöhnlich übernommen, wenn es sich um eine echte Gynäkomastie handelt, das bedeutet, sie muss hormonell bedingt sein und es muss durch einen Ultraschall oder durch eine Mammographie nachgewiesen werden, dass die Brustdrüse vergrößert ist. Besteht die Männerbrust jedoch aus vermehrtem Fettgewebe, wird die OP nicht von den Kassen übernommen. Diese Lipomastie ist oftmals von den Patienten selbst verschuldet wie zum Beispiel durch Übergewicht, vermehrten Alkoholgenuss und weitere ungesunde Lebensgewohnheiten.

Schritte zur Kostenerstattung:

Der Hausarzt muss einen ausführlichen Bericht über die stattgefundenen Untersuchungen erarbeiten und unter anderem auch eine Analyse zur Blutuntersuchung durchführen. Mit diesem Attest wird anschließend der Antrag auf eine Kostenübernahme an die GKV gestellt und sie wird wahrscheinlich bezahlen, wenn die Krankheit hormonell bedingt ist, alles andere zählt zu Schönheitsoperationen und muss vom Patienten selbst getragen werden.

Was zahlt die Kasse bei Begleit- oder Folgeerkrankungen? Nach der Vorlage eines Befundberichts durch einen Facharzt ist die Kassenleistung gewährleistet. Dies gilt bei Rückenschmerzen und der Beeinträchtigung beim Bewegen. Die Narben können verhärten, dadurch kommt es zu Schmerzen in der Brust beim Mann oder als Folge der Erkrankung kann Bluthochdruck auftreten, aufgrund der Nachwirkungen kann der Kranke an Depressionen leiden. Um die Rechte für eine Kostenübernahme durch die Kassen zu erhalten, sind fachärztliche Befundberichte, zum Beispiel vom Orthopäden, Hautarzt oder Psychologen erforderlich.
Besonders schambehaftet für die Betroffenen kann die Krankheit bei der Musterung zur Bundeswehr werden. Die Gynäkomastie an sich ist kein Grund zur Ausmusterung, höchstens die psychische Begleiterkrankung. Trifft dies zu und kein Grundwehrdienst wird angestrebt, besteht die Möglichkeit, sich seine Beschwerden durch einen psychologischen Befundbericht attestieren zu lassen und der Patient wird eventuell ausgemustert.
Immer gilt, wenn infolge der Gynäkomastie-Operation etwas weh tut, dass der Patient mit seinen Brustschmerzen einen Arzt aufsuchen muss um die Ursache, die schmerzhaft sein kann zu besprechen. Das Bezahlen durch die Krankenkassen ist gegeben, gleichgültig ob der Kranke privat versichert ist oder seine Beiträge an eine gesetzliche Krankenkasse entrichtet.